In diesem Beitrag:

Abstract

Die Digitalisierung schützt auf der einen Seite die Umwelt und erhöht auf der anderen Seite gleichzeitig die Produktivität der Unternehmen. Die Bitkom-Studie untersucht dabei nicht nur die direkten, sondern auch die indirekten Effekte der Digitalisierung auf den Klimaschutz. Bei den Untersuchungen wurde natürlich die gesamte Bandbreite an Faktoren unter die Lupe genommen: Diese reicht von den digitalen Infrastrukturen wie zum Beispiel Telekommunikationsnetzen und Rechenzentren bis hin zu digitalen Endgeräten in Unternehmen und Privathaushalten. Im Nachfolgenden möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick über die positiven Auswirkungen der Digitalisierung Ihrer Unternehmung auf das Klima verschaffen.

Der CO2-Fussabdruck der Digitalisierung kann durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien stark reduziert werden.

Ergebnisse der Bitkom-Studie

Bitkom hat sich mit dieser speziellen Studie zum Ziel gesetzt, die konkreten Handlungsfelder bestmöglich zu identifizieren. Aus diesem Grund hat sich der Digitalverband überwiegend mit folgenden Fragen beschäftigt:

  • In welchen Bereichen hat die Digitalisierung besonders grosse Auswirkungen auf den Klimaschutz?
  • Wie lassen sich diese Potenziale bestmöglich ausnutzen?

Vorab gilt zu wissen, dass aktuell zwischen 1,8 und 3,2 Prozent der globalen Emissionen von Treibhausgasen auf die Herstellung und den Betrieb digitaler Geräte sowie Infrastrukturen zurückzuführen sind. Hierbei entfallen 15 Prozent auf Rechenzentren, weitere 15 Prozent auf Kommunikationsnetze und ca. 70 Prozent auf Hardware bzw. Endgeräte.

Durch ausgeklügelte digitale Technologien können diese Treibhausgas-Emissionen allerdings um bis zu 20 Prozent reduziert werden. So können in der industriellen Fertigung durch eine stetige Digitalisierung und durch die Nutzung von “digital twins” (digitaler Zwilling) mindestens 30 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. Die Zahl verdoppelt sich nahezu, wenn wir uns bei der Digitalisierung beeilen und Vorteile bereits frühzeitig nutzen.

image

Die industrielle Fertigung bietet damit eines der grössten Einsparpotenziale bei der Verwendung innovativer Technologien und einer stetigen Digitalisierung. Die Firma edeXa etwa bietet neu ab diesem Jahr eine neue Lösung für “digital twins”, mit der Unternehmen nicht nur ihre Prozesse optimieren können, sondern auch die Umwelt schonen können.

Unternehmen konnten durch die Digitalisierung bereits den Ausstoss von CO2 reduzieren. Viele Firmenlenker wünschen sich gemäss einer Umfrage von Bitkom aber “mehr Beratungsangebote, wie wir digitale Technologien für mehr Nachhaltigkeit einsetzen können.” Denn die meisten befragten Unternehmen stimmen zu, dass “digitale Technologien Unternehmen dabei helfen, energieeffizient zu wirtschaften.” Sie sehen die Digitalisierung demnach überwiegend als Chance und nicht als Risiko.

Gemäss der Bitkom-Studie kann die Digitalisierung mit 46% fast die Hälfte der bis 2030 nötigen CO2-Einsparungen ermöglichen, und das allein in den vier untersuchten Anwendungsbereichen. Wenn wir weitere Anwendungsfelder einbeziehen, dürfte der mögliche Betrag der Einsparungen bei über 50% liegen.

image

Erreichen der Klimaziele

Ebenso kam die Studie zum Ergebnis, dass wir durch die Beschleunigung der Digitalisierung fast die Hälfte der bis 2030 nötigen CO2-Einsparungen erzielen können. Hierfür hat sie nicht nur die Potenziale der Digitalisierung untersucht, sondern auch den CO2-Ausstoss, der von den Technologien selbst ausgeht. Deutschland muss 262.000.000 Tonnen CO2 bis 2030 einsparen. Klar ist: Die Digitalisierung selbst verbraucht Unmengen an Energie und Ressourcen. Allerdings kann die Energieversorgung dennoch sehr klimafreundlich gestaltet werden – hierfür muss jedoch ein Umdenken stattfinden. So wissen wir, dass Kohle und Gas für einen deutlich höhere CO2-Emissionen sorgen, als Sonne und Wind. Daher gilt: Die Digitalisierung wird umso nachhaltiger und umweltfreundlicher, je mehr sie mit “grünen” Strom betrieben wird. Sobald diese Energiewende entschlossen vorangetrieben wird, sinkt automatisch auch der CO2-Ausstoss digitaler Technologien.

Bemerkenswert ist auch, dass sich eine beschleunigte Digitalisierung nicht nur für den Klimaschutz auszahlt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft verbessert.

Ein Blick in die Zukunft

Wir haben die Möglichkeit, die Digitalisierung voranzutreiben und damit gleichzeitig unsere Wirtschaft zu stärken. Je schneller wir die Digitalisierung umsetzen, desto mehr können wir den zukünftigen Schaden unserer Umwelt reduzieren. Im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Umweltschutz und Wirtschaft nicht mehr im Widerspruch stehen, sondern sich sogar ergänzen, sind dies gute Nachrichten für den Schutz der Umwelt, der heute wichtiger ist als je zuvor.

contact-person
Curdin Schaffhauser
Key Account Manager

Hast du Fragen zu deiner Digitalisierung?